Aus der Praxis

„Breakthrough therapy designation der FDA: Symptommonitoring verlängert Gesamtüberleben von Krebspatienten“

Dr. med. Jens Kisro, Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie, Lübecker Onkologische Schwerpunktpraxis

30.6.2017 – So oder so ähnlich würde der Titel der Pressemitteilung lauten, wenn es sich bei der von Ethan Basch in der Plenary Session des ASCO-Kongresses 2017 vorgestellten Studie um die Wirkung eines neuen Medikaments gehandelt hätte [1]. Doch statt eines neuen Arzneimittels wurde hier eine ganz andere Wunderwaffe eingesetzt.

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TKI-Therapie bei CML: Wann ist es genug?

Dr. med. Jürgen Wehmeyer, Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie, Gemeinschaftspraxis für Hämatologie und Onkologie, Münster

23.12.2016 – Die Einführung der Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) hat die Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie (CML) revolutioniert. Sie ist dadurch zu einer der am besten behandelbaren onkologischen Erkrankungen geworden. Die meisten Patienten erzielen eine gute molekulare Remission und dies ist, wie die Langzeitdaten der IRIS-Studie suggerieren, verbunden mit einer Normalisierung der Lebenserwartung. Die im Alltag bedeutsamste Frage hinsichtlich dieser Patienten ist angesichts der medizinischen und finanziellen Toxizität der Dauertherapie: Wann kann man die Behandlung absetzen, ohne dem Patienten zu schaden? Die dazu vorliegenden Untersuchungsergebnisse wurden bei der diesjährigen ASH-Tagung durch wichtige Studiendaten ergänzt. Und das Fazit lautet: Absetzen ist unter bestimmten Voraussetzungen sicher.

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„Sidedness matters“ – wie die Lokalisation des Primärtumors beim Kolonkarzinom unser therapeutisches Handeln beeinflussen sollte

Dr. med. Jürgen Wehmeyer, Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie, Gemeinschaftspraxis für Hämatologie und Onkologie, Münster

22.06.2016 - Die Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2016 hatte diesmal keine revolutionären Neuigkeiten zu bieten. Aber dafür gab es eine Reihe von Ergebnissen aus großen klinischen Studien mit unmittelbaren Auswirkungen auf unsere tägliche Praxis. Neben den Daten zum Blasenkarzinom (IMvigor210, Checkpointinhibitoren), Mammakarzinom (PALOMA-2, CDK4/6-Inhibitoren), multiplen Myelom (CASTOR, CD38-Antikörper) und Pankreaskarzinom (ESPAC-4, kombinierte adjuvante Systemtherapie) waren es vor allem die Beiträge zum Kolonkarzinom, die eine Veränderung unserer Sicht auf die Erkrankung und unser Handeln verändern werden. „Sidedness matters“ – ob der Primärtumor links oder rechts im Darm sitzt, ist wichtig! So lautet die – eigentlich nicht ganz neue – Botschaft. Aber erstmalig ergeben sich jetzt daraus auch therapeutische Konsequenzen ...

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Monoklonale Gammopathie und Smouldering Multiple Myeloma: Wie viel Diagnostik brauchen wir?

Dr. med. Jürgen Wehmeyer, Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie, Gemeinschaftspraxis für Hämatologie und Onkologie, Münster

22.12.2015 - Es tut sich was beim Multiplen Myelom. Aber nicht nur in der Therapie, wo viele neue Substanzen die Behandlungsoptionen erweitern, sondern auch in der Diagnostik: die International Myeloma Working Group (IMWG) hat ein Update zur Diagnostik publiziert. Das Ziel ist klar: Im Zeitalter hoher Ansprechraten durch gut verträgliche Substanzen sollen Patienten nicht mehr erst die bisher diagnosedefinierenden CRAB-Symptome erleiden müssen. Andererseits müssen zur Vermeidung einer Übertherapie Kriterien definiert werden, die eine frühe Behandlung symptomloser Patienten rechtfertigen. Aber werden die neuen IMWG-Kriterien dem klinischen Alltag in unseren Praxen gerecht? Und welche Konsequenzen haben sie eine Stufe früher, bei der Abklärung der monoklonalen Gammopathie? Hierzu eine kleine Adventsgeschichte aus Westfalen ...

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Checkpointinhibitoren bei NSCLC im klinischen Alltag – Versuch einer Standortbestimmung

Dr. med. Jürgen Wehmeyer, Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und internistische Onkologie, Gemeinschaftspraxis für Hämatologie und Onkologie, Münster

12.10.2015 - Immunonkologie ist weiterhin das Topthema auf allen Kongressen. Auch auf dem diesjährigen ESMO-Kongress war das nicht anders. Die Checkpointinhibitoren kommen beim nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) in der Regelversorgung an und setzen neue Maßstäbe. Updates der CheckMate-017- und -057-Studien bestätigen die Überlegenheit von Nivolumab gegenüber Docetaxel in der Zweitlinientherapie. Die POPLAR-Studie reproduziert diese Ergebnisse nun auch für Atezolizumab. Mit Pembrolizumab hat der zweite PD-1-Inhibitor die Second-Line-Zulassung für alle NSCLC-Subtypen abhängig von der PD-L1-Expression in den USA erhalten.

Ist der Hype gerechtfertigt? Haben wir einen neuen Standard?

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