EHA 2026
11. bis 14. Juni, Stockholm
Vom 11. bis 14. Juni 2026 traf sich die internationale hämatologische Fachcommunity in Stockholm, Schweden, zur 31. Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) – einem der führenden Kongresse auf dem Gebiet der Hämatologie. Im Fokus standen aktuelle Fortschritte in der Diagnostik und Therapie hämatologischer Erkrankungen, einschließlich innovativer zellulärer Therapien, Immuntherapien und neuer zielgerichteter Ansätze. Informieren Sie sich hier über die wichtigsten Studiendaten und praxisrelevanten Erkenntnisse zu den Indikationen Multiples Myelom und Myelofibrose – kompakt zusammengefasst von unseren Experten.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die auf dem diesjährigen Kongress der European Hematology Association (EHA) präsentierten Daten verdeutlichen eindrucksvoll, wie dynamisch sich die hämatologische Onkologie weiterentwickelt – mit neuen immuntherapeutischen Konzepten, zielgerichteten Therapieansätzen und zunehmend individualisierten Behandlungsstrategien.
In den folgenden Beiträgen haben wir für Sie die wichtigsten Highlights aus den Bereichen multiples Myelom, Amyloidose, Myelofibrose und chronische myeloische Leukämie kompakt zusammengefasst und klinisch eingeordnet.
Wir wünschen Ihnen eine anregende und informative Lektüre.
Mit kollegialen Grüßen
Dr. med. Dr. med. univ. Stephan Bohl, Medizinische Klinik m. S. Hämatologie, Onkologie und Tumorimmunologie, Charite Universitätsmedizin Berlin
EHA 2026: Neue Immuntherapien verändern die Behandlung von Plasmazellerkrankungen
Dr. Dr. Stephan Bohl (Berlin), Prof. Elias K. Mai (Heidelberg)
Die beim EHA-Kongress 2026 vorgestellten Daten zum multiplen Myelom und zur Amyloid-Leichtketten(AL)-Amyloidose zeigen, wie stark neue innovative Immuntherapien und zunehmend individualisierte Behandlungsstrategien die hämatologische Onkologie prägen. Im Fokus standen ein In-vivo-CAR-T-Konzept (CAR = chimärer Antigenrezeptor) beim rezidivierten/refraktären multiplen Myelom (RRMM), eine neue CELMoD-basierte (CELMoD = Cereblon-E3-Ligase-Modulator) Kombinationstherapie, der frühe Einsatz eines T-Zell-Engagers beim Hochrisiko-Smoldering-Myelom sowie ein organspezifischer Anti-Fibrillen-Antikörper bei fortgeschrittener kardialer AL-Amyloidose. Die Ergebnisse verdeutlichen: Die Therapie hämatologischer Plasmazellerkrankungen wird differenzierter, innovativer und zunehmend auf spezifische Patientengruppen zugeschnitten.