ASCO 2026
29. Mai bis 02. Juni, Chicago
Zwischen dem 29. Mai und 02. Juni 2026 traf sich in Chicago, USA, erneut die internationale Onkologie-Community zur Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) – dem weltweit größten und wichtigsten Kongress für klinische Onkologie. In zahlreichen Sessions präsentieren und diskutieren führende Experten die neuesten Daten und Entwicklungen in der Krebstherapie. Informieren Sie sich hier kompakt über aktuelle Studienergebnisse und praxisrelevante Erkenntnisse zu den Indikationen kolorektales Karzinom, Lungenkarzinom und gynäkologische Tumoren.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die auf der diesjährigen Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) präsentierten Daten verdeutlichen eindrucksvoll, wie dynamisch sich die Onkologie derzeit entwickelt – mit zunehmender Präzision, neuen immuntherapeutischen Ansätzen und relevanten Fortschritten bei unterschiedlichen Tumorentitäten.
In den folgenden Beiträgen haben wir für Sie die wichtigsten Highlights aus den Bereichen gynäkologische Onkologie, kolorektales Karzinom und kleinzelliges Lungenkarzinom kompakt zusammengefasst und klinisch eingeordnet.
Wir wünschen Ihnen eine anregende und informative Lektüre.
Mit kollegialen Grüßen
Univ.-Prof. Dr. med. Lars Hanker, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universitätsklinikum Münster
ASCO 2026: Präzisionsmedizin und Immuntherapie prägen neue Standards in der gynäkologischen Onkologie
Prof. Lars Hanker (Münster)
Die beim ASCO-Kongress 2026 präsentierten Daten zum Endometrium(EC)- und Ovarialkarzinom (OC) verdeutlichen, wie konsequent sich differenzierte Therapiestrategien und eine präzisere Patientinnenselektion in der gynäkologischen Onkologie etablieren. Im Fokus standen Langzeitdaten zur Immuncheckpointinhibition in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen oder rezidivierten Endometriumkarzinoms sowie neue Erkenntnisse zur optimalen Sequenz von Chemotherapie und Operation und zu zielgerichteten Kombinationstherapien beim Ovarialkarzinom. Die vorgestellten Ergebnisse zeigen: Die Behandlung gynäkologischer Tumoren wird zunehmend individualisiert und auf klinisch relevante Subgruppen ausgerichtet.